Aktuelles

Benefizveranstaltung

Beeindruckendes Chorkonzert zugunsten eritreischer Waisenkinder

Chor singt in einer Kirche

Die Sängerinnen und Sänger des Chores Kidane Mehret zogen die Zuhörerschaft durch ihre kräftig intonierten, melodischen und rhythmischen Gesänge in ihren Bann. Litaneiartige, getragene Lieder wechselten mit jubilierenden Lob- und Dankliedern. Den Höhepunkt bildete am Ende ein gewaltiges Halleluja, das von zwei riesigen Pauken rhythmisch begleitet wurde. Die philippinische Solistin Fairy Bauß steuerte am Beginn des zweiten Konzertteils noch drei Soloeinlagen bei, die zu Herzen gingen und den Spendenaufruf für die eritreischen Waisenkinder eindrucksvoll unterstützten.

Die Vorsitzende des Vereins, Alganesh Nebaray, und ihr Stellvertreter, Dr. Hanno Heil, hießen unter den Gästen besonders willkommen den Bischof von Keren, Abune Kidane, die Weihbischöfe Thomas Löhr und Gerhard Pieschl - sowie Pfarrer Herbert Leuninger, welcher Ehrenmitglied des Fördervereins ist. Das Bistum Keren in Eritrea ist Träger des Waisenhauses St. Agnes, an das der Erlös des Konzertes, der sich auf über 2.000 EUR beläuft, fließen wird.

Im Anschluss an das Konzert konnten sich die Besucherinnen und Besucher im Kreuzgang des Bischöflichen Ordinariats an einem mit Kuchenspenden reich gefüllten Buffet sowie mit traditionell zubereitetem eritreischen Kaffee und Getränken stärken.

Wer ebenfalls Spenden möchte - hier die Bankverbindung:

Förderverein "Ruth Afeworki" Waisenhaus St. Agnes in Keren/Eritrea

Volksbank Rhein Lahn Limburg eG

IBAN: DE85570928000217778301

BIC: GENODE51DIM

Spendenprojekt

Helfen Sie Kindern!

Hilfe für ein Waisenhaus in Eritrea

Bild zeigt Kindergruppe in EritreaDie Kinder erhalten im Waisenhaus ein neues Zuhause.

Das Waisenhaus "St. Agnes‘ Orphanage" in der eritreischen Bischofsstadt Keren besteht seit Ende des 19. Jahrhunderts. Früher fanden hier einmal mehr als 140 Kinder ein neues Zuhause. Heute betreuen die Schwestern des katholischen Ordens "Daughters of St. Anne" nur noch 25 Mädchen, die arm sind und ohne Eltern aufwachsen müssen. Platz wäre für mehr, aber dazu reichen die finanziellen Mittel der Einrichtung nicht aus. Zur Unterstützung wurde nun der Förderverein "Ruth Afeworki" gegründet.

Alganesh Nebaray, die seit vielen Jahren in Limburg lebt, wurde in Keren geboren und ist ganz in der Nähe des Waisenhauses aufgewachsen. Als 2015 ihre Tochter Ruth Afeworki überraschend verstarb, fand sie in der Idee Trost, ein Hilfsprojekt als Vermächtnis für Ruth ins Leben zu rufen.

"St. Agnes‘ Orphanage" wird seit 1895 von katholischen Ordensschwestern betrieben und hat sowohl den Unabhängigkeitskrieg als auch Dürrekatastrophen, Hunger und Armut überstanden. Es konnte vielen Waisenkindern eine gesicherte Kindheit bieten. Seit einigen Jahren hat es nur noch wenige Plätze zur Verfügung, was mit den knappen finanziellen Mitteln zusammenhängt. Die Mädchen im Alter von drei bis 18 Jahren werden in familiärer Atmosphäre betreut. Sie erhalten Essen, Kleidung und eine gute Ausbildung in den beiden nahe gelegenen katholischen Schulen. Aufgenommen werden sie, weil ihre Eltern verstorben, weit weg oder psychisch erkrankt sind. Dabei spielen Religion oder Konfession keine Rolle, sondern, in welcher Notlage sich die Kinder befinden. "Unser Ziel ist es, dass sie ein gutes Leben führen können und ein Teil unserer Gesellschaft werden. In diesem Jahr schließt eine unserer Ehemaligen ihr Jurastudium ab, darüber freuen wir uns sehr", so Schwester Kibra Fissha, die die Einrichtung leitet und Mitte August zu Besuch in Limburg war, um über die Lage vor Ort zu berichten.

Ein großes Problem für das Waisenhaus ist darüber hinaus der Zustand der alten Gebäude der Einrichtung. Es fehlt an Geld für dringend notwendige Sanierungsarbeiten. Das Dach müsste repariert werden und stellenweise herrscht Einsturzgefahr. Auch eine Photovoltaikanlage wäre gut, da in Keren regelmäßig der Strom ausfällt. "Wir müssen die Wäsche mit der Hand waschen und die Kinder können nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr lesen und lernen", beschreibt Schwester Kibra die Situation. Sie hat aber auch noch einen weiteren Wunsch. Viele ihrer Schützlinge sind traumatisiert und haben in der Vergangenheit Schreckliches erlebt. "Wenn wir mehr Geld hätten, könnten wir uns professionelle Unterstützung holen, zum Beispiel einen Psychologen, der uns zeigt, was wir für die traumatisierten Kinder tun können", so die Ordensschwester.

Der neu gegründete Förderverein "Ruth Afeworki", deren Vorsitzende Alganesh Nebaray und Hanno Heil sind, soll nun die Lage vor Ort verbessern. Gründungsmitglied Sebastian Schneider, der beim Caritasverband für den Bezirk Limburg erwachsene Migranten und Zuwanderer berät, steht für Rückfragen zum Förderverein oder für Interessierte an einer Mitgliedschaft unter s.schneider@caritas-limburg.de oder unter Tel. 06431/2005-32 zur Verfügung.

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