Pressemitteilung

Begegnung mit persischer Kultur

Gruppenbild mit Dame, die Blumen erhältFrank Mach (3. v. li.) überreicht Sahar Torabi (3. v. re.) ein kleines Dankeschön.

Von 13 bis 18 Uhr gab es im Tagungsraum der Caritas-Geschäftsstelle "Kultur und Kulinarisches" aus Afghanistan und dem Iran zu sehen, hören und zu schmecken. Caritas-Mitarbeiterin Sahar Torabi, die selbst aus dem Iran stammt, war wie jedes Jahr Herz und Seele der Veranstaltung und hatte die kleine Ausstellung mit Büchern, farbenprächtigen Tüchern und Kleidung u.v.m., vorbereitet. Als Dankeschön erhielt sie von Frank Mach, Abteilungsleiter Soziale Dienste und Gerhard Neunzerling-Dernbach, Sachbereichsleiter Migration und Integration, einen Blumenstrauß überreicht.

Pressemitteilung

Arbeitsmigration könnte weiterhelfen

Frau steht vor Zuhörern und gestikuliert.Hilke Folkers gab einen ganz persönlichen Einblick in die Lebensrealität der Roma im Westbalkan.Foto: V. Klum

Hilke Folkers, die sich seit Jahrzehnten in der Flüchtlingshilfe engagiert, hatte 2015 und 2018 Reisen durch Serbien, Mazedonien und den Kosovo unternommen. Dort besuchte sie Menschen, die sie im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Flüchtlingshilfe Mittelhessen kennen gelernt hatte. Die Roma-Familien waren in den vergangenen Jahren nach Hessen gekommen, um dort Asyl zu beantragen, waren aber entweder abgeschoben worden oder sind freiwillig wieder in den Balkan zurückgekehrt. Folkers besuchte auch Lager, in denen Roma unter ärmlichen Verhältnissen leben müssen. Sie berichtete von den schwierigen Bedingungen und der Diskriminierung, unter denen diese Volksgruppe zu leiden hat. Folgen davon sind große Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalterfahrungen vor allem von Frauen, Perspektivlosigkeit und eine schlechte medizinische Versorgung. Auch zu humanitären Organisationen in Serbien und im Kosovo, die Projekte für Roma-Familien und besonders auch für die Kinder anbieten, nahm Hilke Folkers Kontakt auf.

In der anschließenden Diskussion wurde nachgefragt, ob die Roma nun aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen, oder eine "Gruppenverfolgung" vorliegt, die als Asylgrund anerkannt werden sollte. Da alle Länder des Westbalkan inzwischen zu "sicheren Herkunftsländern" erklärt wurden, haben Flüchtlinge aus dieser Region so gut wie keine Chance mehr auf ein Bleiberecht in Deutschland. Aufgrund der jahrhundertelangen Diskriminierung und Verfolgung der Roma, die leider in ganz Osteuropa dramatisch zunimmt, ist die Definition "sicheres Herkunftsland" für diese Minderheit durchaus nicht zutreffend.

In diesem Zusammenhang sei es aber auch wichtig, vor Ort Lösungen zu finden und die Ausreise als Deutschland nicht als "die" Lösung für alle Roma zu sehen. Dabei wurde auch der Punkt "Arbeitsmigration", als Option erwähnt, die für Menschen im Balkan im Moment auf legalem Weg nur schwer realisiert werden kann, da die bürokratischen Hürden sehr hoch seien. Zum Beispiel müsse man auf Termine bei der deutschen Botschaft oft bis zu einem Jahr warten. In der Teilnehmerrunde wurde auch diskutiert, inwieweit die Situation der Roma sich von der Situation der Gesamtbevölkerung vor Ort unterscheidet. Zusammenfassend gelang es der Veranstaltung, durch die persönlichen Eindrücke von Hilke Folkers sowie Erzählungen über Einzelschicksale bei den Besuchern ein Bewusstsein für die Situation der Roma in den Balkanländern zu entwickeln.

Veranstaltungsreihe

Limburg / Elz

Interkulturelle Woche 2018

Weranstaltungsplakat Straße der Vielfalt

"Die einen sind seit Generationen hier zuhause, die anderen sind aus allen Himmelsrichtungen zugewandert: Das ist Deutschland - ein Land mit einer langen Geschichte und gewachsener kultureller Prägung. Und zugleich ein Land, das offen ist für Menschen, die eigene Traditionen mitbringen", so das "Gemeinsame Wort" der Kirchen zur Interkulturellen Woche in diesem Jahr.

Unter dem Motto "Vielfalt verbindet" finden auch in Limburg, Weilburg und Elz vom 21. September bis 4. Oktober im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018 viele verschiedene Veranstaltungen statt, darunter Feste, Konzerte, Theater und Austauschmöglichkeiten. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Dr. Marius Hahn übernommen. Er eröffnet die Interkulturelle Woche am Montag, dem 24. September, um 15 Uhr beim Interkulturellen Begegnungsfest der Katholischen KiTa St. Georg (Birkenallee 31), das mit Musik, Theater, Ausstellungen, Kulinarischem und Angeboten für Kinder gefeiert wird.


Programm

 

Freitag, 21. September, 14:00 - 18:00 Uhr

Internationales Familienfest mit buntem Kinder- und Familienprogramm, Bastel- und
Kunstprojekten sowie Köstlichkeiten aus aller Welt.
Ort:
"Treffpunkt Blumenrod", Bodelschwinghstraße 12. Veranstalter: Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V.


Sonntag, 23. September, 19:30 Uhr

"Trio Blue Mango", Konzert mit inspirierenden Crossover-Stil aus Europa und dem Orient. Die drei Vollblut-Musiker Mohanad Almoslii, Pejman Jamilpanah und Ina Kleine-Wiskott schaffen eine ganz eigene, berührende Stimmung. Vorverkauf: Tel. 0171-2801405, Restkarten a. d. Abendkasse.
Ort:Kolpinghaus Limburg, Kolpingstr. 9, Veranstalter: Begegnungscafé Linter.


Montag, 24. September, 15:00 - 18:00 Uhr

Interkulturelles Begegnungsfest / Eröffnung der IKW durch Dr. Marius Hahn, den Bürgermeister der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, mit Musik, Theater, Ausstellungen, Kulinarischem (im Rahmen der Fairen Woche) und Angeboten für Kinder. 
Ort/Veranstalter:KiTa St. Georg,  Birkenallee 31, Limburg. Gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

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Dienstag, 25. September, 19:30 Uhr

"Alles Wirtschaftsflüchtlinge?" Auf den Spuren der Roma in Serbien, Mazedonien und im Kosovo - Reiseberichte von Hilke Folkerts mit anschließendem Gespräch. 
Ort: Caritas-Integrationszentrum, Neumarkt 7. Veranstalter: Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V.

 

Mittwoch, 26. September, 14:00 - 16:00 Uhr 

Interkulturelles Stehcafé: "Jedes Kind ist einzigartig - gemeinsam sind wir stark".
Ort/Veranstalter: KiTA "Unterm Regenbogen", Am Musikantenring 3, Elz.

 

Donnerstag, 27. September, 16:00 Uhr

"Klingende Stolpersteine", Konzert des Nodelman-Quartetts, eines der besten Streichquartette Deutschlands. Mit ihrem Friedensprojekt "Klingende Stolpersteine" setzen sich die Musiker gegen Krieg und Terror ein. 
Ort/Veranstalter:
Jüdische Gemeinde Limburg, Birkenallee 4.  


DONNERSTAG, 27. SEPTEMBER, 18:00 - 20:00 Uhr

"Interkultureller Dialog zu Privatheit und Öffentlichkeit"
Ort:
Sitzungsraum der Kreisverwaltung, Gartenstr. 1. Veranstalter: Sozialamt Limburg, Fachdienst Migration.

 

DONNERSTAG, 27. SEPTEMBER, 18:00 - 20:00 UHR

"Die Weißen kommen", Theaterstück. Obwohl hohe Summen als Entwicklungshilfe nach Afrika gehen, schädigen europäische Regierungen und Konzerne - auch ein halbes Jahrhundert nach dem Ende der Kolonialzeit - offenbar weiterhin und auf verschiedene Weise unseren Nachbarkontinent. Die "Berliner Compagnie", die für ihr politisches Theater 2009 den Aachener Friedenspreis erhalten hat, verpackt ihr Thema in eine Art Cybergame, bei der man durch Ausbeutung anderer in ein höheres Level gelangt. Das Stück thematisiert die Kolonialisierung Afrikas und unsere widersprüchliche europäische Perspektive.
Ort:
Bürgerhaus Eschhofen. Veranstalter: Weltladen Limburg.

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Freitag, 28. September, 13:00 - 18:00 Uhr

Begegnungsfest "Kultur und Kulinarisches" aus Afghanistan und dem Iran. 
Ort: Caritas-Geschäftsstelle (EG), Schiede 73, Limburg. Veranstalter: Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V.

 

Samstag, 29. September, 10:00 - 14:00 Uhr

"Tafel der Kulturen", Handwerkskunst und Spezialitäten aus verschiedenen Nationen.
Ort: Bahnhofsstraße in Limburg. Veranstalter: Ausländerbeirat der Stadt Limburg. 

 

Sonntag, 30. September, 10:30 Uhr

Interkultureller Gottesdienst unter Mitwirkung von Christen aus vielen Nationen.
Ort: Pfarrkirche St. Hildegard, Tilemannstraße 7. Veranstalter: Kath. Kirchengemeinde St. Hildegard.

 

Mittwoch, 3. Oktober, 10:00 - 17:30 Uhr

"Tag der offenen Moschee". Vorstellung der Moscheegemeinden mit anschließenden
Gesprächsrunden bei Speis und Trank. Außerdem gibt es die Möglichkeit eines Moscheerundganges:

Uhrzeit/Veranstalter/Ort:

  • 10:00 - 11:30 Uhr - Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, Auf der Heide 1,
    Limburg-Dietkirchen
  • 12:00 - 13:30 Uhr - Bildungs- und Kulturverein, Westerwaldstraße 84a, Limburg
  • 14:00 - 15:30 Uhr - Fatih-Moschee, IGMG, Eisenbahnstr. 2, Limburg
  • 16:00 - 17:30 Uhr - Masjid Al-Nour, Marokkanischer Kulturverein, Glashüttenweg 5, Limburg

 

Donnerstag, 4. Oktober, 18:00 - 21:00 Uhr

Interkulturelles Kochen im Begegnungscafé. Gemeinsam kochen und zusammen essen.
Ort: Malteser-Zentrum, Frankfurter Str. 9, Limburg, Veranstalter: Malteser Hilfsdienst Limburg.


Veranstaltungen im Vorfeld der Interkulturellen Woche

 

Samstag, 15. September, 10:00 - 16:00 Uhr

Demokratiekonferenz im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Limburg.
Ort: Adolf-Reichwein-Schule, Heinrich-v.-Kleist-Str. 14. Veranstalter: Magistrat der Stadt Limburg und Kulturenwerkstatt gUG. Gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

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Montag, 17. September, 18:00 - 20:00 Uhr

Workshop "Der interkulturelle Kalender lebt": Es geht um das Erleben verschiedener Feiertage unterschiedlicher Religionen.
Ort: Sitzungssaal Westerwald im Kreishaus, Schiede 43. Veranstalter: WIR-Projekt des Landkreises Limburg-Weilburg.

Auch in Weilburg finden Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Woche statt, mehr dazu erfahren Sie in der Tagespresse.

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Interkulturelle Woche 2018

Alle Veranstaltungen vom 21.9. -4.10.2018

Veranstaltung

"Vielfalt verbindet"

Interkulturelle Woche 2017

Baum mit Handabdrücken als Blätter

Diese Fragen stellt das Gemeinsame Wort der Kirchen anlässlich der Interkulturellen Woche 2017. Unter dem Motto "Vielfalt verbindet" wollen die Kirchen gemeinsam mit Verbänden, Institutionen und Helferkreisen den Menschen auch in diesem Jahr in unserem Land Mut zur Begegnung und zum Austausch machen, damit sie sich besser kennen- und verstehen lernen. In der Begegnung wachse die Kraft, Ablehnung und Ausgrenzung zu überwinden.

In Limburg und Elz findet die Interkulturelle Woche vom 22. September bis 4. Oktober 2017 statt, die Schirmherrschaft hat der 1. Stadtrat Michael Stanke übernommen. Organisiert wird das Programm vom Magistrat der Kreisstadt Limburg an der Lahn, dem Caritasverband für den Bezirk Limburg sowie vom Evangelischen Dekanat Runkel. Die offizielle Eröffnung ist am Samstag, dem 23. September um 18:30 Uhr im Rahmen des Konzerts - "Desert Inspiration - Grenzen Überwinden". Mehr dazu finden Sie im Veranstaltungsflyer, den Sie weiter unten herunterladen können. Hier gelangen Sie zur offiziellen Pressemitteilung.

   Hier das Programm des Caritasverbands für den Bezirk Limburg:

  • Begegnungsfest mit iranischen und afghanischen Flüchtlingen - "Kultur und Kulinarisches" 
    Am Freitag, dem 22. September laden wir Sie von 12 bis 18 Uhr in die Geschäftsstelle des Caritasverbandes (Schiede 73 in Limburg) ein, wo Sie Flüchtlinge aus dem Iran und Afghanistan kennen lernen können. Es gibt leckere persische Spezialitäten sowie Musik und Wissenswertes über die persische Kultur.
  • "Labyrinth der Bilder, Töne und Fragen". Kunstprojekt mit jungen Flüchtlingen der GU "Am Kissel" und der Mädchengruppe des Jugendhauses Blumenrod 
    Samstag, 30. September um 18 Uhr in der Frankfurter Straße 75 in Limburg. Veranstalter sind Mitschiko Tsubaki und das Jugendhaus Blumenrod.

Galerie

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Info Flyer Interkulturelle Woche 2017

Mit allen Veranstaltungen in Limburg und Elz.